Ausbildung der Studierenden am Standort Siegen

Inhalte und Lernziele für die Studierenden

Die Mitarbeit im Projekt bietet den Studierenden des Lehramts und der Sozialen Arbeit die Möglichkeit, ihr pädagogisches Handlungswissen in folgenden Bereichen zu erweitern, d.h. theoretische Kenntnisse zu erwerben, in der Praxis anzuwenden und im Rahmen von Begleitseminaren oder Einzelgesprächen zu reflektieren:

  • Situation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland, Diskurs zum Umgang mit homogenen und heterogenen Lerngruppen, interkulturelle Kompetenz, das Konzept der Transkulturalität.
  • Sprachförderkonzepte und -möglichkeiten im Kontext von Schule, Einflussfaktoren des Spracherwerbsprozesses, Konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Entwicklung und Förderung von Mehrsprachigkeit, Verfahren zur Erfassung des Sprachstands und  realitätsgerechte Interpretation von Diagnoseergebnissen.
  • Gruppendynamische Arbeitsprinzipien und Methoden, Ressourcenorientierung und Potentialermittlung im Kontext von individuellen Diagnoseerstellungen und Förderplanarbeit, Situations- und Problemanalysen in ganzheitlicher Sicht (d.h. unter Einbezug des Sozialraums und persönlichen Netzwerks), theater- und spielpädagogische Methoden.

Durch die Arbeit im professionenübergreifenden Team wird zudem neben einer Schärfung des Bewusstseins für die eigenen professionellen Herangehensweisen auch eine intensive Beschäftigung mit der jeweils anderen pädagogischen Profession angestrebt, ein Kennen lernen ermöglicht und die Basis für eine gute Kooperation auch über die Projektdauer hinaus angeregt.

Methoden

Methodisch sind die Vorbereitungs- und Begleitseminare schwerpunktmäßig als Training mit einem hohen Reflexionsanteil konzipiert. Auch Theorieinputs werden dabei unter der Frage des Transfers in die Praxis aufgearbeitet. Die Studierenden werden aktiv eingebunden, stellen z.B. die Planungen ihres Angebots vor, diskutieren über pädagogische Interventionen und erproben Spiele und Übungen, die sie anschließend mit den Schülerinnen und Schülern umsetzen können.

Rahmenbedingungen zum Studienangebot

Die im Projekt mitarbeitenden Studierenden befinden sich in unterschiedlichen Studienphasen, es sind Studierende zwischen dem 2. und 8. Fachsemester beteiligt. Häufig wird im Rahmen des Projekts ein studienrelevantes Praktikum absolviert, teilweise jedoch wird die Mitarbeit im Projekt auch als zusätzliche und freiwillige Möglichkeit genutzt, praxisbezogene Kenntnisse zu erhalten und begleitete Praxiserfahrungen zum sammeln. Alle Projektstudentinnen und –studenten haben im WS 2010/11 vier Blockseminare zur Vorbereitung besucht. Diese waren ins laufende Semester eingebunden und wurden jeweils an Wochenenden durchgeführt. Für das Sommersemester 2010 sind drei Vorbereitungsseminare geplant, die in Form kurz aufeinander folgender Blöcke in den Semesterferien (Ende August / Anfang September) angeboten werden. Sofern die Studierenden im Rahmen des Projekts ihre Praktika absolvieren, besuchen sie zusätzlich zu diesem Seminarangebot die laut Modulhandbuch regulären Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminare.

Praxisbegleitung

Parallel zum Förderunterricht, auch während der Semesterferien, besuchen die Studierenden ein Begleitseminar im Umfang von zwei Stunden pro Woche. Maßgeblich für die Praxisbegleitung ist jedoch der Bedarf der Studierenden, daher ist auch die Möglichkeit von zusätzlichen Gesprächs- und Beratungsterminen gegeben. Akute Fragen können im Rahmen einer wöchentlichen Sprechstunde oder telefonisch bzw. per Email geklärt werden. Die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern wird durchgängig gewährleistet.