Angebote vor Ort am Standort Siegen

Lernziele für die Schülerinnen und Schüler

Im Rahmen des Förderunterrichts werden folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Sprachkompetenz
  • Erhöhung von Kenntnissen zu eigenen Kompetenzen und Stärken – Selbstkompetenz
  • Erhöhung von Kompetenzen im Umgang mit Verschiedenheit - Sozialkompetenz

Inhalte und Methoden

Da die Teilnahme am Förderunterricht für die Schülerinnen und Schüler freiwillig ist, muss das Angebot selbst so konzipiert sein, dass motivatorische Anreize geschaffen werden. Freude und Spaß am Lernen zu fördern, spielt bei der Planung des Förderunterrichts daher eine wichtige Rolle.
Hinsichtlich der Sprachförderung werden Sprech- und Schreibanlässe geschaffen, die an den Interessen der Schüler/innen anknüpfen. Zentral sind die Handlungsorientierung im Unterricht sowie die Ermöglichung von Literacy-Erfahrung über den Einsatz von Bilderbüchern, Hörbüchern, Vorlesen, gemeinsamer Lektüre von Kinder- und Jugendliteratur, etc.
Die Schülerinnen und Schüler werden zudem dazu angeregt, selbstgestaltete Lerntagebücher zu führen, um die eigene Lernerfahrung zu dokumentieren und das Bewusstsein über den eigenen Lernfortschritt zu erhöhen.
Auch durch Rollenspiele, Planspiele, Kleingruppenarbeit und kreative Angebote, theaterpädagogische Angebote sowie die Nutzung von weiteren Bildungsangeboten (Museum, Lesungen, Büchereien) oder die Durchführung einer Stadtteilralley, soll der Förderunterricht abwechslungsreich gestaltet werden.

Rahmenbedingungen der Förderung

Der Förderunterricht findet überwiegend direkt im Anschluss an den regulären Schulunterricht am Nachmittag statt und richtet sich in Siegen schwerpunktmäßig an Grundschulen, da hier die Weichen für die Übergangsempfehlungen gestellt werden. Zudem richtet er sich an die 5. bis 7. Klassen an Realschulen und eine Hauptschule, um die Schüler/innen auch nach dem Übergang an der weiterführenden Schule zu stärken. Ziel ist es, diesen Übergang für Schüler/innen mit Migrationshintergrund zu erleichtern.

Kooperation

Sowohl die RAA Siegen als auch die Universität Siegen haben regelmäßig Kontakt zu den Kooperationsschulen, um auf Anregungen zeitnah reagieren und die Zufriedenheit mit dem Förderangebot sicherstellen zu können. Neben einer Auftaktveranstaltung zur Planung der gemeinsamen Umsetzung des Angebots im Dezember 2009 ist im Juni 2010 ein weiteres Austausch- und Reflexionstreffen geplant, um auch für das nächste Projektjahr Optimierungsmöglichkeiten ausloten zu können.
Jede Schule hat zudem eine/n Ansprechpartner/in für die Studierenden benannt, darüber hinaus findet teilweise ein enger Austausch zwischen den Studierenden sowie den Deutschlehrkräften der Schülerinnen und Schüler statt.

Erfahrungen aus dem Ostercamp

Das erste Feriencamp im Rahmen des Projekts "Chancen der Vielfalt" fand Anfang April 2010 statt und stand unter dem Motto "Sprache lernen durch Theater". Vier Tage lang wurde intensiv und konzentriert in Gruppen gearbeitet, um zu dem Märchen "Simon und der Zauberer mit dem Vogelgesicht" von Erich Jooß und Herbert Holzing ein Theaterstück zu erarbeiten und einzuüben und so Sprachförderung mit Theaterpädagogik zu verbinden: Der Text wurde gelesen, umgeschrieben, die Texte wurden gelernt und die Schauspieler haben sich in ihre Rollen eingeübt. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 9.4. wurde das Theaterstück mit großem Erfolg Eltern und Schulleiter/innen vorgeführt.

Im Rahmen des Sommercamps wurde ein Zirkusprojekt durchgeführt. In einer abschließenden "Zirkus-Gala" können die Kinder und Jugendlichen dann ihre selbst entwickelten Zirkusnummern präsentieren.