Lernziele für die Studierenden

  • Erarbeitung von selbstreflexiven Kompetenzen (sich der eigenen kulturellen Prägungen bewusst werden, ggf. Vorurteile erkennen etc.)
  • Erarbeitung von sozialen Kompetenzen (Empathie, Authentizität etc.)
  • Erarbeitung von Sach- und Methodenkompetenzen (Wissen über das Bildungssystem, interkulturelles Lernen, Ansätze der Spiel- und Bewegungspädagogik etc.)
  • u.a.

Inhalte und Methoden

Für die am Projekt teilnehmenden Studierenden wurde ein spiel- und bewegungspädagogischer Schwerpunkt gesetzt. Das Spiel ist ein kulturübergreifendes Grundbedürfnis von Kindern und eignet sich deshalb besonders gut für die sozialpädagogische Arbeit mit Kindern aus ganz unterschiedlichen Familienkulturen. Die Spiel- und Bewegungspädagogik liefert eine Reihe von Ansätzen für die interkulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Themenblöcke sind unter anderem: Interkulturelle Bildung und Erziehung, interkulturelles Lernen durch Spiel und Bewegung, Bewegungskultur-Körperkultur, Fragen von Identität und Identitätsbildung im Jugendalter, kulturelle Differenzen und Kultur übergreifende Gemeinsamkeiten.

Rahmenbedingungen zum Studienangebot

Die Studierenden werden zunächst im WS 2009/2010 in verschiedenen Seminaren des Grundstudiums zu Fragen der „Erziehung und Bildung im Migrationskontext“ oder der „Interkulturellen Grupppenarbeit“ ausgebildet. Im Januar fand ein Einführungsworkshop zur Spiel- und Bewegungspädagogik statt. Ab dem SS 2010 werden die Studierenden in einem Interdisziplinären Modul (IM) zum Thema „Interkulturelles Lernen in Bewegung“ auf die Durchführung spiel- und  bewegungspädagogischer Konzepte vorbereitet. Das Seminar findet 1 x wöchentlich mit 4 Semesterwochenstunden statt. Prof. Dr. Harald Michels (Sportwissenschaften) und Prof. Dr. Veronika Fischer (Erziehungswissenschaft) leiten das Seminar im team-teaching. Die Studierenden befinden sich größtenteils im 2. Semester des Grundstudiums.

Praxisbegleitung

Zweimal wöchentlich finden Beratungsstunden statt, die den Studierenden Gelegenheit geben Fragen, die sich aus der Praxis an den Schulen ergeben haben, zu bearbeiten. In diesem Rahmen eröffnet sich auch die Möglichkeit, individuell auf den Beratungsbedarf der Studierenden einzugehen und Lösungen möglichst passgenau auf die Situation vor Ort abzustimmen. Diese Beratungen werden von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Projekt, Dipl. Soz.-päd. Selma Lüschow, angeboten. Projektbegleitend finden Ortstermine in den Schulen statt, wo die VertreterInnen von FH und RAA und den jeweiligen Kontaktpersonen (LehrerInnen, SchulsozialarbeiterInnen) und den Studierenden den Verlauf des Spiel- und Bewegungsangebots reflektieren, Schwachstellen analysieren und daraus Lösungswege ableiten, um die Arbeit zu optimieren. Ab dem WS 2010/11 ist geplant, den Studierenden im Rahmen des Projekts anzubieten, das Praxismodul (BA) zu absolvieren. Die Praktika werden mit 4 SWS an der Hochschule durch ein Seminar begleitet.